Neurodermitis - Beratungsstelle

Sigrid Prusko, ärztlich geprüfte Ernährungs-, Gesundheits-, und Lebensberaterin, Autorin, Anti-Aging-Beraterin"
Hainhäuserweg 10 * 30916 Isernhagen * Telefon: 0511 / 775 007
Neurodermitis Beratungsstelle

Erfahrungsberichte und Danksagungen von Betroffenen

Liebe Frau Prusko,

nun nehme ich mir endlich wie schon versprochen die Zeit um mich nochmals für Ihre Hilfe im vergangenen Jahr zu bedanken. Im September 2005 wurde unser Sohn Leonard geboren. Gesund, genau das was wir uns immer gewünscht hatten! Im Alter von nur drei Wochen wurde er das erste Mal krank, fing an sich zu übergeben, behielt kaum eine Mahlzeit bei sich. Richtig schlimm, wir mussten ins Krankenhaus, er wurde künstlich ernährt. Im Alter von nur vier Wochen wurde Leonard mit der Diagnose „Magenpförtnerkramp“ operiert. Nach Aussage der Ärzte ein kleiner unbedeutender Eingriff. Es lief auch alles super, nur 24 Stunden nach der Operation konnte er schon wieder an meiner Brust trinken und behielt die Mahlzeit bei sich. Damals ahnten wir noch nicht, welche Spätfolgen dieser Eingriff haben sollte! Ich habe eine leichte Form von Neurodermitis, mit der ich ganz gut leben kann. Die Veranlagung hatte Leonard also geerbt. Nach der OP im Oktober 2005 wurde Leonard prophylaktisch mit drei Ampullen Antibiotikum behandelt. Wir hatten und damals keine weiteren Gedanken darüber gemacht, es war ja auch medizinisch notwendig gewesen. Nicht auszudenken die Spätfolgen einer Infektion nach der OP. Jedoch haben wir uns über die Nebenwirkung dieser Behandlung keine Gedanken gemacht und kein Arzt hat uns darüber aufgeklärt, dass dieses Medikament bei Leonard die gesamte gerade aufkeimende Darmflora zerstört hatte. Niemand hat uns darauf hingewiesen, dass eine Darmsanierung in diesem Fall dringend notwendig gewesen wäre. Kurze Zeit nach der OP röteten sich die Wangen unseres Sohnes was dann in eine geschwollene, verkrustete Form überging. BABYAKNKE sagten die Ärzte, „ist nicht schlimm, das geht von selbst wieder weg“. Auf dem Kopf bildete sich eine dicke fette Schicht Milchschorf. Meine Hebamme riet mir, das Gesicht mit Muttermilch einzuschmieren. Ich tag wie geheißen, es wurde weder besser noch schlimmer. Schon damals hatte ich ein ungutes Gefühl. Mein vorsichtiges Anfragen „Neurodermitis“ wurde lächelnd abgetan, ich sollte mir keine Sorgen machen, bei so kleinen Kindern kommt so etwas nicht vor. Im Dezember 2005 klingelten dann bei mir auf einmal alle Alarmglocken. Die roten Verkrustungen begannen nun auch an den Ellebogen. Jetzt wurde auch der Arzte aufmerksam und verordneten eine Fettsalbe. Super, ich sollte Parafinöle auf mein drei Monate altes Baby schmieren. Habe ich nicht getan. Meine Befürchtungen wurden bestätigt, wobei ich noch nicht ahnte was uns noch bevorstand. Die Stellen an den Ellebogen breiteten sich aus bis hoch zu Schulter. Am Bauch und Rücken bildeten sich rote schuppende Stellen. Es wurde immer schlimmer. Seit Januar verzichtete ich zuerst auf Kuhmilchprodukte und Hühnereieiweis, später auch noch auf Weizen. Dies ging mir nun an die Substanz, ich stillte voll und hatte schon zu dieser Zeit mein Gewicht von vor der Schwangerschaft von 57 kg wieder und fing von nun an abzunehmen. Bei allem was ich aß hatte ich Angst, Leonard könnte eventuell darauf reagieren. Entweder aß ich mit schlechtem Gewissen oder ich ließ es ganz bleiben. Im Januar 2006 waren wir bei einem Hautarzt, er meinte wir sollten weiter pflegen, wirklich helfen konnte er uns nicht. Er schrieb uns für den Notfall eine Kortisoncreme auf die ich aber nie auf alle geröteten Stellen gleichzeitig cremen und auch nicht im Gesicht anwenden sollte. Den Ausdruck „ausschleichen“ auf den ich später eingehen werde verwendete er nicht. Ich habe diese Creme zu dieser Zeit nicht angewendet. Es wurde immer schlimmer, wir pflegten mit verschiedenen Pflegeprodukten die auch ich verwende, also ohne all den Müll der in den meisten Cremes aus dem Handel drin ist. Jedoch nichts half. Anfang Februar sah unser Sohn aus, als wäre er in einen Eimer kochendes Wasser gefallen. Der gesamte Körper war übersäht von roten schuppenden Stellen. Im Gesicht, an den Ellebogen und am Knie platzte die Haut auf und es trat Wundflüssigkeit aus. Diese Flüssigkeit verklebte die gesamte Kleidung. Wir konnten unserem Sohn keine Mütze anziehen ohne sie nachher nicht völlig verklebt vorsichtig Stück für Stück zu lösen. Wir waren verzweifelt, ein Besuch bei einem Heilpraktiker brachte nichts. Leonard schlief nicht mehr als 1-2 Stunden am Stück. Er verbrachte den gesamten Tag mit Kratztfäustlingen die nach wenigen Stunden so verklebt waren, dass man sie hätte hinstellen können. Ende Februar wog ich noch 51 kg und war ein Schatten meiner selbst. Ich hatte also in zwei Monaten rund sechs Kilo abgenommen! Völlig am Ende! Durch einen glücklichen Zufall von Mund-zu-Mund-Propaganda haben wir von der Neurodermitisberatungsstelle in Hannover, von Frau Prusko erfahren. Am 28. Februar hatten wir unser erstes Telefonat. Wir haben noch am gleichen Tag aktuelle Photos von Leonard mittels E-Mail an Frau Prusko gesandt. Die Hilfe kam noch am gleichen Abend:

1. Ich sollte schnellstmöglich abstillen!
2. Leonard bekam eine scheußlich schmeckende Flaschennahrung auf Aminosäurenbasis, für ca. 350 Euro im Monat (welche nach einem kurzem Kampf der Arzt verordnet und die Krankenkasse bis heute zahlt)
3. Ich sollte Leonard täglich 20 Minuten in einer entzündungshemmenden und juckreizstillenden Substanz baden, dabei sämtlichen Schorf mit einem Waschlappen einweichen lassen und von der Haut lösen.
4. Alle roten und offenen Stellen sollten mehrmals über Tag und nach dem Baden mit einer speziellen Substanz aus der Apotheke betupft werden
5. Leonard erhielt ein spezielles Probiotiokum für den Darm, nach einer Stuhlanalyse stellte sich ein Pilzbefall im Darm heraus den wir zudem medikamentös behandeln mussten.

Wir arbeiteten wie aufgetragen. Das Abstillen klappte nach anfänglichen Problemen sehr gut. Nach nur zwei Wochen trank Leonard die Flaschennahrung. Ich selbst habe von Frau Prusko einen Ernährungsplan erhalten, nach welchem ich sieben Mahlzeiten am Tag zu mir nehmen sollte. Anfangs war alles Stress pur, aber ich hatte erstmals wieder ein gutes Gefühl, endlich hatten wir wieder einen Weg. Diese Zeit war sehr anstrengend und von vielen auf und ab begleitet. Ein schwerer Magen-Darm-Infekt machte Leonard nach dem Abstillen allerdings schwer zu schaffen. Die verschorften Stellen wurden weniger, nach und nach gingen die roten schuppigen Flächen auf der Haut zurück. Die offenen Stellen wurden weniger. Im Gesicht, an den Ellebogen, am Bauch und an den Beinen hielten sich jedoch insgesamt so acht offene Stellen sehr hartnäckig. Wir badeten mittlerweile in einem besonderen Badewasser von Ihnen empfohlen so 3-4 mal die Woche. Manchmal stagnierte es über Wochen oder wurde kurzfristig wieder schlechter durch Zähne oder kleinere Infekte. Diese Zeit war auch weiterhin fast nur durch das Kratzen von Leonard begleitet. Sobald ich ihn auszog konnte man gar nicht so schnell gucken wie er anfing sich an sämtlichen Körperstellen zu kratzen. Tag und Nacht war er bei uns und wurde gehalten, gestreichelt, er kratzte fast ununterbrochen. Im Mai führen wir zum ersten Mal nach Hannover zu Frau Prusko, dieses war uns bis dahin aus gesundheitlichen Gründen meines Mannes nicht möglich gewesen. Die Haut hatte sich zu diesem Zeitpunkt schon wesentlich verbessert. Wir konnten nun endlich (Leonard war mittlerweile fast 8 Monate alt) mit Beikost anfangen. Nach einem genauen Essensplan. Kurz danach kamen dann Gemüse und Obstsorten dazu. Dem kleinen Mann hat es geschmeckt und die Nahrungsmittel hat er vertragen. Deine Haut befand sich zu dieser Zeit in einem Stillstand es wurde nicht wirklich besser aber zum Glück auch nicht schlimmer. Bis Ende Juni waren alle Stellen im Gesicht, am Bauch und an den Beinen verschwunden. Lediglich die Ellebogen sahen noch schlimm aus. Wir konnten es kaum glauben, nach nur drei Monaten sah unser Sohn auf den ersten Blick aus wie ein ganz normaler kleiner Junge. Wir konnten ihm durchs Gesicht streicheln ohne ihm weh zu tun und ohne irgendwo festzukleben! Ende Juli behandelten wir eine schlimme Stelle an den Ellebogen auch noch einmal mit Cortison wonach sich auch diese langsam verbesserte. Seit Mitte Juli konnte er auch nun endlich kurze Hosen tragen weil er sich an den Beinen nicht mehr gekratzt hat. Es war so schön, endlich hatten wir wieder ein Familienleben. Seit August 2006 hat Leonard dann durchgeschlafen. Den Speiseplan erweiterten wir weiterhin mit verschiedenen Gemüse und Obstsorten. Wir badeten weiterhin nahezu täglich in dem besonderen Wasser. Mitte August hatten wir noch einmal einen Rückfall, wo sich die Haut im Gesicht noch einmal verschlechterte. Auch hier stand uns Frau Prusko mit Rat und Tat beiseite. Es regelte sich aber nach einigen Wochen wieder wie von selbst. Seit Mitte September ist Leonard nahezu komplett erscheinungsfrei. Lediglich um den Mund herum hat er immer mal wieder von Zeit zu Zeit rote Wunde stellen. Wir wissen aber daß dies vom Speichelfluß beim Zahnen und vom Nucki kommt, aber damit können wir Leben. Jedes neue Lebensmittel dass Leonard bekommt wird zuerst getestet. Bis heute hat er alles vertragen, Milch, Eier und Fleisch hat er bisher noch nie gegessen. Leonard ist nun 18 Monate alt und entwickelt sich super. Er hat zwar Rückstände gegenüber gleichaltrigen Kindern, aber wir kennen ja die Gründe. Wir sind Ihnen, liebe Frau Prusko so dankbar, für Ihre Unterstützung im vergangen Jahr. Durch Ihre manchmal sehr energische, aber immer liebevolle Art haben Sie uns den nötigen Druck gemacht, dieses Programm durchzuhalten. Es war kein einfacher Weg, aber er hat in einer sehr kurzen Zeit funktioniert. Leonard führt heute ein normales Leben. Selbst im Winter war die Haut stabil, Leonard kratzt kaum noch. Lediglich am Mund und an den Armen juckt es ihn zeitweise. Wir haben nun das rosige Kind das wir uns immer gewünscht haben. Ich selbst habe seitdem wir uns kennen gelernt haben wieder über 10 kg zugenommen. Nochmals vielen, vielen Dank!!!

Ihre Familie Seeberger


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